Der Limesturm Wp. 3/26 Idstein
   
  Der Limesturm
Wp. 3/26 in Idstein
 
 

Der römische Limes

Die Römer kamen, sahen und blieben

Limes (lat. Grenzweg/-wall) ist die Bezeichnung der Grenzanlagen des römischen Imperiums, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.

Der Obergermanisch-Raetische Limes mit 550 km Länge, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, ist das größte Bodendenkmal in Deutschland.

Der Limes war nicht nur eine militärische Sicherungs- und Kontrolllinie des römischen Imperiums gegenüber dem „wilden Barbarentum“ im freien Germanien, sondern auch eine Grenzzone des kulturellen und wirtschaftlichen Austauschs, vor allem aber eine Wohlstandsgrenze.

Durch die „Idsteiner Senke“ querten Handels- und Verkehrswege das Taunusgebirge, von der Provinzhauptstadt Mogontiacum (Mainz) und der Bäderstadt Aquae Mattiacorum (Wiesbaden) zum Limburger und Giessener Becken, den Siedlungsgebieten der Chatten.
Deren Kontrolle wurde im Bereich Idstein durch eine der frühesten linearen Grenzsperren vor einem älteren Limesverlauf verstärkt.

Seit dem 15. Juli 2005 ist der Limes UNESCO-Welterbe.

Der Limesverlauf von Rheinbrohl am Rhein bis Eining nahe Regensburg/Donau, Quelle: Limesentwicklungsplan Hessen.

Der rote Punkt kennzeichnet die Lage des Römerturms bei Idstein-Dasbach.