Der Limesturm Wp. 3/26 Idstein
   
  Der Limesturm
Wp. 3/26 in Idstein
 
 

Der Römerturm Wp.3/26 bei Idstein-Dasbach

Ein römischer Wachtturm bei Idstein-Dasbach

Die Grenze des römischen Reichs zum freien Germanien wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen bekannt, trug der weiße Verputz oft eingerissene Fugen, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines imposanten Quadermauerwerks.

Der nach Auffassung von Historikern zur Zeit authentischste Nachbau eines römischen Wachturms wurde im Jahr 2002 fertig gestellt. Planung und Bauausführung erfolgte mit wissenschaftlicher Beratung des Saalburg-Museums von Bedeutung. Der überwiegend in Eigenleistung errichtete Turm kann auf überregionale, sogar internationale Zusammenarbeit blicken, denn auch die Einbindung der Idsteiner Partnerstädte ist gelungen.

So könnte der Römerturm ausgesehen haben:

Ab 150 nach Chr. standen verputzte Steintürme in Sichtweite voneinander hinter einem Wall und Graben. Ob der während der Regierungszeit des Kaisers Hadrian 117-138 errichtete Palisadenzaun noch vorhanden war, ist fraglich.

Der Turm hat eine Höhe von rund 13 m und eine Grundfläche von rund 28 qm.

Die drei Stockwerke sind über Treppen begehbar. Die Römer benutzten Leitern.
Im Turm lebten vier bis sechs Auxiliarsoldaten (römische Hilfstruppen), die aus den benachbarten Kastellen (Zugmantel im Westen und Alteburg im Osten) abkommandiert wurden.
Grenzannäherungen und -übertritte signalisierten sie durch rote Fahnen, Hornsignale oder Fackeln an die Nachbartürme bis zu den nächsten Kastellen.